Plötze oder Rotauge

Die Plötze, auch Rotauge ist über ganz Schleswig - Holstein weit verbreitet und zählt zu den häufigsten Fischen. Sie besiedelt Kiesgruben, Kanäle und Fließgewässer, vom Brackwasser bis hinauf in die Niederungsforellenregion. Die Nahrung der Plötze besteht sowohl aus Krebsen, Würmern, Insekten, Muscheln und kleinen Schnecken als auch Wasserpflanzen.

Während der Wintermonate nimmt die Plötze kaum Nahrung zu sich. Die Fische versammeln sich zu der Zeit in großen Schwärmen an tiefen Stellen. Die Plötze laicht in der Zeit von April bis Mai bei einer Wassertemperatur von mindestens 10°C. Das Ablaichen erfolgt an seichten, bewachsenen Stellen der Uferzone. Laichreife Tiere ziehen auch oft kurze Strecken flussaufwärts.

Die Männchen treffen an den Laichplätzen einige Tage vor den Weibchen ein. Die Ablage des gesamten Laiches dauert etwa eine Woche. Die ca. 50.000 - 100.000 Eier pro Weibchen werden frei ins Wasser abgegeben. Sie sind schwach klebrig und haften an Wasserpflanzen, Wurzelwerk und Steinen fest.

Je nach Temperatur schlüpfen die 4 - 6 mm langen Larven nach 4 - 10 Tagen. Während der ersten 2 - 5 Tage heften sie sich mit Hilfe ihrer Klebedrüsen an Pflanzenblätter, bis die Vorräte ihres Dottersackes aufgezehrt sind. Danach fressen die Jungfische in der Uferzone Planktontiere. Am Ende des 3. Lebensjahres werden beide Geschlechter zum ersten Mal laichreif.  

zurück