Aal

  

 

 

 

 

 

Der Aal (Anguilla anguilla) ist ein typischer Fisch aller Schleswig - Holsteinischen  Seen und Flüsse. Er lebt hier als katadromer (zum Laichen ins Meer ziehender ) Wanderfisch, der als Jungaal (Glasaal) vom Meer in die Gewässer aufsteigt. Jedoch ist ihm oft der ungehinderte Aufstieg in den vielfach verbauten Fließgewässern nicht mehr möglich.

Männliche Tiere bleiben mehr in der Küstenregion, während weibliche Aale so weit wie möglich flussaufwärts bis in kleinste Gewässer vordringen. Setzt sich die Nahrung hauptsächlich aus Würmern, Schnecken, Insektenlarven und kleinen Krebstieren zusammen, so entwickelt sich die ökologische Form des Spitzkopfaales.

Ernährt sich der Aal in erster Linie aus Fischen, so wird der Aal breiter (Breitkopf- oder Raubaal). Bevor der Aal seine Laichwanderung nach 5 - 15 Jahren im Spätherbst antritt, verwandelt er sich unter Einstellung der Nahrungsaufnahme zum Blankaal mit vergrößerten Augen.

Zum Ablaichen wandern die Fische ca. 10000 km in die Sargasso See (Westatlantik). Die Geschlechtsorgane bilden sich erst während der Laichwanderung voll aus. Obwohl laichende Tiere noch nie beobachtet wurden, nimmt man aufgrund von Larvenfundenundverschiedenen Experimenten an, daß sich die Tiere dort zwischen März und Juni in einer Tiefe von 150 - 500 m bei Temperaturen um 19°C fortpflanzen. Die genauen Einzelheiten der Fortpflanzung konnten bis heute nicht geklärt werden. Die Weibchen laichen ca. 1 - 4 Mio. frei schwimmende Eier ab. Die Alttiere gehen nach dem Laichen zugrunde. Aus diesen Eiern schlüpfen nach 2 Tagen 5 - 6 mm lange Larven. Sie entwickeln sich im Meeresplankton zu sogenannten Weidenblatt - oder Leptocephalus - Larven. Sie treiben  mit der nordatlantischen Strömung nach Europa, wo sie nach ca. 3 Jahren ankommen. Am Kontinentalabhang wandeln sie sich in weniger als 1000 m Tiefe zu Glasaalen um und ziehen dann in die Küstengewässer. Von dort in die Flüsse und weiter als Steigaale bis in kleinste Gewässer. Der Aal kann in Gefangenschaft bis zu 56 Jahre alt werden. Eine künstliche Nachzucht ist bis jetzt nicht gelungen.

Der Aal wird maximal 1,30 m lang und bis zu 6 kg schwer.                                                        zurück