Aalmutter

 

 

 

 

Ein Fisch, der häufig beim Grundangeln erbeutet wird, ist die Aalmutter (Zoarces viviparus), an der Küste fälschlich oft "Quappe" oder "Aalquappe" genannt.

Der Fisch ist gekennzeichnet durch seine lange Rückenflosse, die hinter dem Kopf beginnt und bis zum Körperende verläuft, eine gleichfalls lange Afterflosse und durch das Fehlen einer deutlich abgegrenzten Schwanzflosse. Der Kopf ist verhältnismäßig groß, am Maul fallen die dicken Lippen auf. Der Fisch ist - je nach Aufenthaltsort - grünlich bis braun gefärbt und an den Seiten mit dunklen Flecken oder Streifen gekennzeichnet. Die Gräten sind grün, die Haut ist schleimig. Die Aalmutter bringt im Winter - etwa vier Monate nach der Paarung - lebende Junge zur Welt.

Der Fisch bewohnt die Küstenregion der gesamten Ostsee bis etwa 10 m Wassertiefe; im Sommer ist er in flacheren Gewässerteilen anzutreffen als im Winter. Seegraswiesen werden als Aufenthaltsort oft bevorzugt, aber auch unter Steinen, Buhnenpfählen, Kaimauern und ähnlichen geschützten Stellen hält sich die Aalmutter gern auf.

Das Fleisch der Aalmutter ist essbar und im Frühjahr und im Frühsommer auch sehr schmackhaft. Die Aalmutter kann eine Größe von 50 cm erreichen, meist werden jedoch kleinere Exemplare gefangen. Die Nahrung des am Boden lebenden Fisches besteht vor allem aus Würmern und kleinen Krebstieren, aber auch Muscheln, Schnecken und Kleinfische werden nicht verschmäht. Am häufigsten wird die Aalmutter beim Grundangeln auf Plattfische oder Aal mit Wurmködern gefangen. Die Aalmutter ist sehr gefrässig und schluckt den Haken daher meist immer recht tief.

zurück