Karausche

Die Karausche (Carassius carassius) ist eine typische Fischart kleiner, nährstoffreicher Seen und Weiher. Von ihr können selbst extrem flache und schlammige Tümpel und Gräben besiedelt werden.

Während des Winters gräbt sie sich im Gewässerboden ein und hält eine Art Winterschlaf. Ihre Nahrung beteht aus Pflanzen und Bodentieren , vor allem Zuckmückenlarven.

Die Karausche laicht von Mai bis Juni an flachen, krautreichen Stellen, bei einer Wassertemperatur von 15 - 20°C. Die 100.000 - 300.000 Eier je Weibchen werden meistens in mehreren Portionen an Wasserpflanzen abgelegt. Die 4 - 5 mm langen Larven schlüpfen nach 5 - 10 Tagen. Nach dem Schlupf heften sie sich mittels Haftorgan an Wasserpflanzen bis ihr Dottersack verbraucht ist. Das Wachstum kann je nach Nahrungsangebot und Raubfischdichte sehr unterschiedlich sein. Die Geschlechtsreife tritt nach dem 3. - 4. Lebensjahr  (8 - 15 cm) ein; Ihr Höchstalter beträgt 30 Jahre.

Die Karausche ist die einzige heimische Fischart, die einen langen Zeitraum ohne im Wasser gelösten Sauerstoff überleben kann. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Karausche extreme Sauerstoffmangelsituationen als einzige Fischart überlebte. Bei einer Wassertemperatur von 2°C konnte sie bis zu vier Monate ohne Sauerstoff auskommen. Karauschen bilden daher auch dauerhafte Bestände in Gewässern, die für andere Fischarten sehr ungenügend oder gar lebensfeindlich sind. Weiterhin ist die Karausche in der Lage, kurzzeitiges Austrocknen eines Gewässers zu überstehen. Dazu gräbt sie sich in den Schlamm ein und fällt in eine Art Trockenstarre. Alle Stoffwechselvorgänge werden dabei auf das absolut lebensnotwendige Minimum reduziert.

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