Lachs

 

 

 

 

 

Der Lachs ( Salmo salar ) ist ein anadromer ( ( Fraßwanderung ins Meer, Laichwanderung zurück in die Fließgewässer) Wanderfisch der größeren Flüsse. Er steigt nach seiner Wachstumszeit im Meer zum Laichen in die Flüsse auf. Der Aufstieg kann bereits im Frühjahr beginnen, wobei die Fortpflanzung erst im Oktober bis Dezember an strömungsreichen, kiesigen Flachwasserbereichen bei einer Wassertemperatur von 10 - 4 °C erfolgt. Dort hebt das Weibchen bis zu 80 cm tiefe Laichgruben aus. Die 5 - 7 mm großen Eier ( 2000 Stück pro kg Körpergewicht) werden abgelegt. Nach dem Laichgeschäft stirbt der größte Teil der Elterntiere. Die Überlebenden ( 5 - 18%) wandern in das Meer zurück, um ein zweites oder äußerst selten ein drittes Mal abzulaichen. Abhängig von der Wassertemperatur, schlüpfen nach ca. 60 - 120 Tagen die 2 - 2,6 mm langen Larven aus den Eiern. Die Larven verweilen dann noch ca. 20 - 35 Tage im Kies des Laichbettes. Die Junglachse verbringen ca. 1 - 5 Jahre im Süßwasser. Als silbrige, ca. 20 cm lange Smolts wandern sie dann ins Meer ab. Ihre Ernährung wechselt im Meer von wirbellosen Tieren zu Fischen. Mit 4 - 8 Jahren wird der Lachs geschlechtsreif. Er kann bis zu  10 Jahre alt werden.

Seine Verbreitung beschränkte sich in Schleswig - Holstein auf die Elbe mit ihren größeren Nebenflüssen und auf die Trave in Ostholstein. Weiterhin wurde berichtet, dass Lachse in der Treene bis Frörup und in der Sorge bis Sorgwohld aufstiegen. Auch ist bekannt, dass Lachse in Dithmarschen in den Nebenflüssen der Eider um das Jahr 1900 gefangen wurden. In welchen weiteren Gewässern Schleswig - Holsteins der Lachs noch vorkam, ist schwer zu sagen. Zur Verwirrung mag beigetragen haben, dass viele Bäche den Namen "Lachsbach" tragen und dass in alten Chroniken der Lachs als wichtiger Fisch beschrieben wird. Eine abschließende Klärung, ob es sich hierbei um Lachse oder um Meerforellen gehandelt hat, ist nicht mehr möglich. Noch heute bezeichnen manche Fischer eine ausgewachsene Meerforelle als Lachs.

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