Schleie

Die Schleie (Tinca tinca) ist ein Bewohner langsam fließender oder stehender Gewässer mit schlammigem Grund und reichlichem Pflanzenwuchs. In Schleswig - Holstein ist die Schleie weit verbreitet. Sie bevorzugt in Flüssen ruhige Bereiche, vor allem Altarme und stille Buchten. Ihre Nahrung besteht aus Algen, Plankton, Würmern und Insektenlarven des Gewässergrundes sowie aus Schnecken, die sie von Wasserpflanzen abweidet. Schleien können starke Temperatur - und ph - Wert - Schwankungen sowie geringe Sauerstoffgehalte ohne Schädigung ertragen.

Zur Fortpflanzung ( Mai - Juni ) ist mindestens eine Wassertemperatur von 20°C erforderlich. Die Fische ziehen dazu in Schwärmen in durchsonnte Uferbereiche mit dichten Wasserpflanzenbeständen. Hier werden die ca. 0,8 - 1,6 mm großen klebrigen, grünlich-gelben Eier (300.000 - 900.000 pro Weibchen) an Wasserpflanzen geheftet. Als so genannter "Portionslaicher" laicht die Schleie nicht auf einmal, sondern im Abstand von mehreren Tagen, immer wieder in kleinen Schüben ab. Das kann sich bis zu zwei Monate hinziehen. Innerhalb einer Woche schlüpfen dann die Jungfische. Die Schleie wird mit 2 - 4 Jahren und einer Länge von 12 - 30 cm geschlechtsreif. Sie kann bis zu 17 Jahre alt werden.  

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