Stichling

 

 

 

 

 

Der Dreistachlige Stichling (Gasterosteus aculeatus) kommt in Schleswig-Holstein in zwei ökologisch unterschiedlichen Varianten vor. Es gibt eine bis zu 11 cm große marine Wanderform, die zum Ablaichen im Frühjahr aus den brackigen Küstengewässern in Laichschwärmen in das Süßwasser zieht, und eine 5 - 8 cm große Binnenform, die den ganzen Lebenszyklus im Süßwasser verbringt. Die Binnenform lebt gesellig und bevorzugt strömungsarme und pflanzenreiche Gewässer mit schlammigen Grund.

Der Dreistachlige Stichling ist relativ unempfindlich gegenüber Gewässerverunreinigungen. Er ernährt sich vor allem von kleinen Wirbellosen, von Plankton sowie gelegentlich auch von Fischlaich.

Die Fortpflanzung erfolgt zwischen März und Juni. Das auffällig gefärbte Männchen besetzt ein Brutrevier, das es gegenüber Rivalen aggressiv verteidigt. Hier baut es am Boden ein Nest aus Pflanzenteilen, die mit Nierensekret miteinander verklebt werden. In das Nest können mehrere Weibchen bis zu 4.000 Eier ablegen. Nach der Eiablage werden die Weibchen vom Nest vertrieben. Das Gelege wird dann vom Männchen bewacht und gepflegt. Die Jungen schlüpfen nach etwa einer Woche. Sie verweilen noch in der Nestnähe, bis der Dottersack verbraucht ist, und werden während dieser Zeit vom Männchen vor Fressfeinden beschützt. Der Dreistachlige Stichling wird mit 1 - 2 Jahren ab einer Länge von 5 - 6 cm geschlechtsreif und kann bis zu 4 Jahre alt werden.

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