Tobiasfisch

 

 

 

 

 

Der in der Ostsee von Berufsfischern und Sportanglern wohl meistverwendete Köderfisch ist der schon mehrfach erwähnte Tobiasfisch (Ammodytes tobianus), allgemein Tobs, vereinzelt auch Sandaal genannt. Für den Angler ist es ziemlich belanglos, daß in der Ostsee mehrere Arten des Tobias auftreten. Ihre Lebensweise ist weitgehend ähnlich. Bei den Tobiasfischen handelt es sich um jene schlanken, hellgrün gefärbten Fischchen, die wohl jeder Badegast schon auf flachen, sandigen Gründen schon schwarmweise dahinziehen gesehen hat. Sie sind im Durchschnitt 10 bis 15 cm lang.

Tobiasfische kommen im Salzwasser der gesamten Ostsee vor, in den salzärmeren Gebieten dagegen wesentlich seltener. Die Fische bevölkern in großen Schwärmen vor allem die flachen Sandbänke und Untiefen, in der kalten Jahreszeit leben sie auch im tieferem Wasser. Nachts kommen sie in der warmen Jahreszeit oft in unmittelbare Strandnähe, die beste Zeit zu ihrem Fang ist die Morgen - und Abenddämmerung.

An Gezeitenküsten ist es möglich, auf trockenfallenden Sandgründen Tobiasfische regelrecht auszugraben, da sich die Fische in den Boden eingraben und hier die Flut erwarten. An der Ostseeküste, wo Gezeiten fehlen, ist diese Fangmethode nicht bekannt. Hier wird von den Berufsfischern vornehmlich mit dem Zugnetz vom Strand aus auf Tobias gefischt.

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